Ein Wort zum Kopftuch

Schlagwörter

, , ,

Ein Wort zum Kopftuch

Musliminnen, die aus religiösen Gründen freiwillig ein Kopftuch tragen sind mir egal.

Sie sind mir genauso egal wie ein paar alte Mütterchen, die beim Sonntagsgottesdienst verloren in einer nahezu leeren evangelischen Kirche beten.
Sie sind mir genauso egal wie Buddhisten, die unentwegt Gebetsmühlen drehen und magische Formeln murmeln.
Sie sind mir genauso egal wie Hindus, die Kühe für heilig halten.
Sie sind mir genauso egal wie Esoteriker, die Räucherkerzen anzünden und New Age Musik hören.
Sie sind mir genauso egal wie Anhänger des Druiden-Kults, die zur Zeit der Sommerwende scharenweise nach Stonehenge strömen.
Sie sind mit genauso egal wie Anhänger des Woodoo-Kults, die sich mit ihrem Zauber selbst in Angst und Schrecken versetzen.
Sie sind mir genauso egal wie Animisten, die in jedem Gegenstand eine eigene Gottheit sehen.

Jeder kann seinen Glauben leben wie er will, solange er in der Ausübung seines Glaubens nicht die Rechte anderer beeinträchtigt.

Das alles entscheidende Wort im Zusammenhang mit Musliminnen ist FREIWILLIG.

Ja, es gibt Millionen Musliminnen, die das islamische Kopftuch freiwillig tragen.

ABER: Es gibt auch Millionen Musliminnen, die unter das Kopftuch gezwungen werden. Das islamische Kopftuch hat wie kein anderes Kleidungsstück millionenfach Unterdrückung, Gewalt und Elend herbeigeführt – über Jahrhunderte hinweg und auch heute!

Ich wehre mich mit aller Entschiedenheit dagegen, dass dies ständig unter den Teppich gekehrt wird. Wem ist mit dieser unverantwortlichen Verharmlosung gedient? Wer lacht sich kaputt über die unglaubliche Naivität der politisch korrekten Kopftuch-Versteher?

Es geht hier doch nicht um die Frage, ob jemand grüne, schwarze oder graue Socken trägt. Wer verantwortlich diskutieren will, muss unhaltbare Missstände aufdecken und ganz offen benennen. Wer verantwortlich diskutieren will, muss klar sagen „Das ist akzeptabel – und das ist nicht akzeptabel“. Wer verantwortlich diskutieren will, muss Stellung beziehen.
Das undifferenzierte „Ach, wir verstehen uns doch alle und wir haben uns doch alle so lieb“ ist letztlich nichts anderes als feiges Ausweichen, Wegsehen und ein Freibrief für Gewalt.

Beste Grüße
Ronald

***

Advertisements

Körpergröße

Schlagwörter

, , , , ,

Wider die Dummheit!
Ein Schnellkurs zur Förderung differenzierten Denkens (Teil 2)

In dieser Folge vertiefen wir unsere Betrachtungen zum Thema
Männer sind größer als Frauen.

Als Erstes halten wir fest: Diese Aussage bezieht sich auf Männer und auf Frauen. Das heißt: Es geht nicht um einen speziellen konkreten Mann, sondern um Männer im Allgemeinen; und es geht nicht um eine spezielle konkrete Frau, sondern um Frauen im Allgemeinen.

Einwände der Art „Aber ich kenne einen Mann …“ oder „Mathilde Maier ist doch größer als Hubert Kleinschmidt“ sind sinnlos.

Die Aussage „Männer sind größer als Frauen“ bezieht sich auf Personen-GRUPPEN.
Es geht um Unterschiede zwischen Personengruppen – in unserem Fall um Unterschiede hinsichtlich der Körpergröße.

Wenn wir von der „Körpergröße der Männer“ sprechen, dann meinen wir die Durchschnittsgröße der Männer oder den Gruppen-Mittelwert (für Frauen entsprechend).

Die Feststellung „Männer sind größer als Frauen“ meint also: Die Durchschnittsgröße der Männer ist größer als die Durchschnittsgröße der Frauen.

Diese Feststellung beinhaltet keinerlei Aussage über irgendeinen konkreten Mann oder irgendeine konkrete Frau.

Selbstverständlich behauptet kein Mensch jeder einzelne Mann sei größer als jede einzelne Frau.
Selbstverständlich gibt es große Frauen und kleine Frauen, große Männer und kleine Männer.
Selbstverständlich gibt es viele Frauen, die größer sind als viele Männer.
Selbstverständlich gibt es viele Männer, die kleiner sind als viele Frauen.

In Deutschland sind rund 1 Million Frauen größer als der deutsche Durchschnittsmann.
In Deutschland sind rund 1 Million Männer kleiner als die deutsche Durchschnittsfrau.
(Jeweils bezogen auf vergleichbare Altersgruppen; siehe Teil 1)

All dies ändert überhaupt nichts daran, dass Männer im Durchschnitt größer sind als Frauen.

In Deutschland beträgt der Körpergrößenunterschied zwischen den Geschlechtern rund 12 Zentimeter.

Dieser Unterschied ist gewaltig. Selbst wenn es eine einzelne Frau gäbe, die 10 Kilometer groß ist, wären die deutschen Männer im Durchschnitt immer noch größer als die Frauen.

Nur am Rande: Die Aussage „Männer sind größer als Frauen“ gilt nicht nur für Deutsche. Sie gilt für alle menschlichen Gruppen, die wir auf dem Planeten Erde antreffen. Bei manchen Völkern sind die Unterschiede ein wenig kleiner, bei anderen ein wenig größer.

Zum Abschluss halten wir fest:
Wenn wir über Gruppen reden, dann reden wir über Gruppen und nicht über konkrete Einzelfälle – Punkt!
Wenn wir über Unterschiede zwischen Gruppen-Mittelwerten reden, dann sind Hinweise auf Einzelfälle sinnlos – Punkt!
(Streng genommen sind auch bei Betrachtung von Gruppen-Unterschieden Einzelfälle sehr aufschlussreich. Bei detaillierten statistischen Analysen müssen auch Einzelfälle berücksichtigt werden. Aber auf der Ebene, auf der wir hier diskutieren, sind Hinweise auf Einzelfälle wirklich sinnlos!)

Fortsetzung folgt …

***

Geschlechtsunterschiede

Schlagwörter

, , , , ,

Wider die Dummheit!
Ein Schnellkurs zur Förderung differenzierten Denkens (Teil 1)

In der öffentlichen Diskussion – und auch auf diesem Blog – zeigt sich immer wieder eine erschreckende Unfähigkeit zu differenziertem Denken. Ich will anhand von einfachen, für jedermann nachvollziehbaren Beispielen einige besonders undifferenzierte und dumme Argumentationsmuster aufzeigen.

Ich fange mit einem Beispiel an, das eigentlich völlig unverfänglich ist, allenfalls ein paar extrem bornierte fundamentalistische Feministinnen werden aufschreien „Sexismus! Sexismus!“

Es geht um die ganz simple Feststellung Männer sind größer als Frauen.

Diese Aussage bezieht sich offenkundig auf Zusammenhänge zwischen Körpergröße und Geschlecht.

Wie wir alle wissen, unterscheiden sich Männer und Frauen in ihrer Körpergröße. Wir wissen aber auch, dass die Körpergröße nicht alleine vom Geschlecht abhängt.

Zum Beispiel unterscheiden sich verschiedene Völker in ihrer Körpergröße; Schweden sind im Durchschnitt größer als Japaner, Massai sind im Durchschnitt größer als Pygmäen. Wer jetzt „Rassist! Rassist!“ schreit, braucht nicht weiter zu lesen – er ist ohnehin keiner sachlichen Argumentation zugänglich.

Wir wissen auch, dass in den letzten Jahrzehnten die Menschen in Deutschland im Durchschnitt über die Generationen hinweg größer geworden sind. Die Kindergeneration ist im Durchschnitt größer als die Elterngeneration, die Elterngeneration im Durchschnitt größer als die Großelterngeneration. Die Ursachen hierfür liegen im Wesentlichen in der viel besseren Ernährung und der verbesserten Gesundheitsfürsorge. Wer jetzt „Altersdiskriminierung! Jugendwahn!“ schreit, braucht nicht weiter zu lesen – er ist ohnehin keiner sachlichen Argumentation zugänglich.

Da wir nun wissen, dass sich verschiedene Völker und verschiedene Generationen in ihrer Durchschnittsgröße unterscheiden, macht die Aussage „Männer sind größer als Frauen“ nur Sinn, wenn wir solche externen Einflussfaktoren berücksichtigen. Zum Beispiel, indem wir die Aussage explizit einschränken: „Innerhalb einer bestimmten Volksgruppe und einer bestimmten Altersgruppe sind Männer größer als Frauen.“ Oftmals werden solche Einschränkungen nicht explizit genannt, sie sind dann aber implizit mitzudenken und mitzuberücksichtigen.

An dieser Stelle sollten wir Folgendes beachten:
Die Feststellung „Männer sind größer als Frauen“ meint – auch wenn dies nicht extra betont wird – Männer und Frauen aus ansonsten vergleichbaren Gruppen.
Der Einwand „Massai-Frauen sind doch größer als Pygmäen-Männer!“ ist sinnlos.

Fortsetzung folgt …

***

Schindlers Liste

Schlagwörter

, , , ,

Liebe Barbara,

dieser Bericht lässt womöglich ein winziges Lichtlein am Ende eines unendlich langen stockfinstren Tunnels aufblitzen.

Der Bericht macht aber selbst einige zentrale Probleme deutlich:

Bislang fand der Holocaust fast nie Erwähnung in den staatlichen Medien, und auch in Schulbüchern suchte man vergeblich Informationen darüber.

Meines Wissens schreiben wir das Jahr 2010 und meines Wissens endete der 2. Weltkrieg im Jahre 1945. Nach meinen Berechnungen liegen 65 Jahre dazwischen. Der Iran ist in der islamischen Welt eines der am weitesten fortgeschrittenen Länder. Und heute, im Jahr 2010, erfahren die Menschen im Iran – überspitzt formuliert – zum ersten Mal mehr über den Holocaust als die Behauptung, es habe ihn nie gegeben. Schön! Das lässt hoffen!

Ein anderer Punkt wird im Bericht explizit erläutert: „Die Serie könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Iran sein antisemitisches Image aufpolieren will. Vielleicht soll die Serie auch eine feinsinnige Unterscheidung stützen, die iranische Offizielle – bis hoch zum Präsidenten – häufig machen: Man habe nichts gegen Juden, nur gegen den Staat Israel im Nahen Osten.

Es geht den Machthabern im Iran also gar nicht um die Vernichtung aller Juden. Sehr schön! Es geht ja lediglich um die Ausrottung der Israelis. Nun, dann ist ja alles halb so wild!

Schön, dass Millionen Iraner vor den Fernsehschirmen Abermillionen Tränen vergießen. Werden die Mullahs nun in den Moscheen für die Juden beten?
Werden die Machthaber im Iran nun ihre Atompläne einmotten und die Energieerzeugung auf Solaranlagen umstellen?

Zur Zeit des Dritten Reiches gab es kein Fernsehen. Damals war das Kino das Opium für das Volk und ein treibender Motor der Propaganda. Während ringsumher die Welt in Schutt und Asche versank, strömten die Menschen in die Kinos und vergossen Tränen der Rührung der Mitmenschlichkeit.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die iranische Fernsehserie zu bewerten ist. Und auch Nasser Karimi, der Autor des Beitrags meldet deutliche Zweifel an.

Ich will die Serie auf keinen Fall schlechtreden. Ich bin aber nicht so blauäugig, die Fernsehserie und die mitmenschliche Rührung als einen substanziellen Wendepunkt zu betrachten. Dazu muss mehr geschehen, viel mehr, viel viel mehr, viel viel viel viel mehr!

Beste Grüße
Ronald

***

Weihnachten

Schlagwörter

, ,

Liebe Claudia,

du sagst: Es würde mich interessieren, wie Du Dir das in der Praxis vorstellen würdest?
Kirchensteuer abschaffen, religiöse Trägerschaften abschaffen……??
Ungern würden die Kirchen ihre Pfründe und ihre Macht dahinschmelzen sehen.

Nun gut, das ist für mich kein Argument. Niemand sähe gerne seine Macht und seine Pfründe dahinschmelzen, da sind die Kirchen nicht besser und nicht schlechter als alle(s) andere auch. In allen Gesellschaften geht es immer um ein Aushandeln (wobei dieses „Aushandeln“ nur allzuoft gewaltsam erfolgt).

… dachte, Du wolltest auf eine totale Religionslosigkeit hinaus.

Ich habe keinerlei Ehrgeiz, die Welt von oben nach unten umzukrempeln. Ich wäre schon mit gewissen Eindämmungen zufrieden – und vor allem mit der stetigen Warnung vor den Gefahren, die Religionen prinzipiell innewohnen.
Eines wäre allerdings ganz zentral: Sämtliche Gesellschaften müssten endlich mal davon wegkommen, dass Kindern automatisch und ohne dass sie irgendeine Chance haben sich zu wehren, mit den religiösen Vorstellungen ihrer Eltern und Familie indoktriniert werden. Ich weiß, dass dies Utopie ist – aber in einer solchen Welt hätten Religionen kaum noch Chancen.

Ob die Autoren, die bei Dir schreiben, und dazu gehöre auch ich, zu Höherem als Weihnachtsbüchern nicht befähigt sind, möchte ich mal dahingestellt lassen.

Habe ich von Höherem gesprochen? Wenn ich ANDERES lieber hätte, dann heißt dies nicht, dass dies HÖHER sei.

Ganz am Rande: Ich selbst lese oftmals Weihnachtsgeschichten mit höchstem Genuss und einige Weihnachtsgeschichten in unseren Büchern gehören – für mich – zu den allerbesten Kurzgeschichten unseres gesamten Programms und zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten überhaupt
… ich höre sehr gerne Weihnachtsoratorien sowie ganz einfache traditionelle Weihnachtslieder und „Stille Nacht“ ist eines meiner absoluten Lieblingslieder
… ich liebe Kerzenlicht zu Hause und weihnachtliche Beleuchtung in winterlichen Straßen und Fenstern
… und ich esse furchtbar gerne Weihnachtsplätzchen

Vorweihnachtliche Grüße
Ronald

***

Religion

Schlagwörter

Liebe Barbara,

Du sagst: Aber Religion ist viel mehr. Es ist der Glanz in den Augen der Kinder, egal, ob beim Zuckerfest oder zu Weihnachten. Die Erziehung, die Werte und die Mythen sind darin verankert. Ich kann einer Religion, die nicht die meine ist, das alles nicht einfach absprechen. Ich kann sie nicht ignorieren und als von Grund auf schlecht verdammen

Ja, richtig – Religion ist viel mehr. Es ist das Entsetzen in den Augen der Menschen, die als Hexen gefoltert werden, und es ist das heilsverklärte Leuchten in den Augen der Terroristen, die sich und Hunderte andere bei Selbstmordattentaten in die Luft sprengen. Es ist die geistige – besser: die geistlose – Indoktrination, es die Verachtung allen weltlichen Wissens, es ist der unbändige Hass gegen alle Andersdenkenden, die in der Religion verankert sind. Man kann einer Religion das alles nicht einfach absprechen. Man kann nicht alles Schlechte ignorieren und nur das Gute auf das Konto der Religion buchen.

Religionen sind stets ein zusammengewürfeltes Sammelsurium von Neutralem, von Gutem und von Schlechtem. Wieso sind Menschen so gerne bereit, alles Gute der Religion zuzusprechen und alles Schlechte schönzureden: „Ach, das gehört ja nicht zur Religion, das ist ja nur Missbrauch der Religion“? Der Religion liegt stets eine anmaßende Überheblichkeit inne – „Meine Götter sind die einzig wahren!“ -, die die Wurzeln der allergrößten Menschheitsverbrechen in sich trägt. Kein anderer menschlicher Wert besitzt ein ähnlich großes Zerstörungspotenzial.

Ich wehre mich ganz entschieden gegen die extreme Einseitigkeit, die Religionen prinzipiell unantastbar macht. Nirgendwo sonst zeigen wir eine derartige einseitige Blindheit.

Im Namen der Religion beanspruchen Menschen Rechte, die niemandem sonst zugestanden werden. Man muss nur von seinen „Heiligen Gefühlen“ sprechen und schon ist man unangreifbar.

Beste Grüße
Ronald

***

Religion und Gewalt

Schlagwörter

, , , ,

Liebe Barbara,

in deinem Beitrag hast du viele verschiedene Themen angeschnitten. Ich greife das folgende heraus:

Dass diese Gewalt von den Männern ausgeht und nicht von der Religion, ist ebenso richtig.

Nein! Diese Aussage ist nicht richtig! Diese Aussage ist falsch!

Religion ist nichts Abstraktes, das unabhängig von Menschen existiert. Religion wird immer von Menschen gemacht, von Menschen interpretiert und von Menschen in die Lebenspraxis umgesetzt. Dabei spielen Männer in der Tat eine alles überragende Rolle. Praktisch alle Religionen wurden von Männern ins Leben gerufen und praktisch alle Religionen wurden und werden von Männern monopolistisch verwaltet, man kann auch sagen: ausgenutzt. Allein schon deshalb sind praktisch alle Religionen untrennbar mit dem Geschlechterkampf verwoben.

Die Aussage, dass diese Gewalt von den Männern ausgeht und nicht von der Religion ist gerade beim Islam besonders absurd!

Der Koran entstand im 7. Jahrhundert in einer recht archaischen Stammesgesellschaft. Im Koran selbst ist die untergeordnete Rolle der Frau an verschiedenen Stellen Wort für Wort niedergeschrieben. Und im Laufe seines Lebens verfasste Mohamed „Zigtausende Hadithe, die Anweisungen für alle Lebensbereiche enthielten“ (Hamed Abdel-Samad, 2010, S. 126), viele davon weisen der Frau eine untergeordnete Stellung zu. Jahrhunderte lange Koran-Interpretationen – praktisch ausschließlich durch Männer – haben die Geschlechtertrennung immer weiter getrieben und im Rechtssystem der Scharia zementiert. Sobald das Thema Männer und Frauen auf die Tagesordnung kommt, berufen sich Muslime auf den Koran, die Handlungsanweisungen des Propheten und auf die Auslegungen durch ihre religiösen Führer – und sie weigern im Namen der Religionsfreiheit und der Toleranz(!!!) Frauen und Männern gleiche Rechte einzuräumen. Nicht nur das – sie fordern im Namen der Religionsfreiheit und der Toleranz(!!!), dass unsere Gesetze für ihre Frauen und Mädchen keine Gültigkeit haben.

Die Vorstellung von einer „guten Religion an sich“, die unabhängig ist von Interpretationen und Umsetzungen in die Lebenswelt, ist – freundlich ausgedrückt – naiv. Religion beinhaltet immer Moralvorstellungen und praktische Anweisungen für die Lebensführung. Damit sind Religionen prinzipiell immer auch politisch. Das gilt für alle Religionen.

Der Islam ist von seiner Struktur her sehr politisch und die politischen Komponenten werden in den letzten Jahren immer stärker, immer aggressiver und immer intoleranter in den Vordergrund gerückt. – Das macht den Menschen Angst!

Beste Grüße
Ronald

Literatur:
Hamed Abdel-Samad (2010). Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose. Droemer.

***

Blog Insektenfotos

Schlagwörter

, , , , ,

Insekten – Käfer – Schmetterlinge – Hautflügler – Zweiflügler – Libellen – Heuschrecken – Wanzen – Zikaden – Blattläuse – Kerbtiere – Insektenfotos – Fotos – Naturfotografie – Tierfotografie – Makrofotografie

Insekten – Ein Blog für die artenreichste Tiergruppe

Dieser → Insektenfotos ist der artenreichsten aller Tiergruppen, den Insekten, gewidmet.

Mein Ausgangspunkt ist die Fotografie. Ich fotografiere gerne und seit ich entdeckt habe, dass mein bescheidener Fotoapparat recht gute Makrofotos liefert, fotografiere ich mit Vorliebe Insekten. In diesem Blog zeige ich eine (winzig kleine) Auswahl meiner Insektenfotos. Diese Fotos sollen in erster Linie das Auge erfreuen. Darüber hinaus soll dieser Blog aber auch Informationen über die jeweilige Tierart liefern. Ich selbst habe nur bescheidene biologische Kenntnisse und ich bin alles andere als ein Experte für Insekten. Was in diesem Blog an Informationen zu finden ist, habe ich aus verschiedenen Quellen zusammengesucht. Hin und wieder wird auch ein Insektenfoto ohne sachliche Informationen zusammen mit einem Gedicht präsentiert.

Weltweit wurde etwa eine Million Insekten-Arten beschrieben und man nimmt an, dass mindestens genauso viele Arten noch unentdeckt sind. In Deutschland sind über 30.000 Arten bekannt und auch hier werden ständig neue Arten entdeckt. In Europa kommen mehr als 30 Insektenordnungen vor. Zu den artenreichsten und bekanntesten zählen

  • Käfer
  • Schmetterlinge
  • Hautflügler
  • Zweiflügler
  • Libellen
  • Heuschrecken
  • Wanzen
  • Zikaden und Blattläuse

Da ich über eine sehr umfangreiche Sammlung von Schmetterling-Fotos verfüge, ist den Schmetterlingen ein eigener Blog gewidmet.
Hier geht es zum Schmetterlinge-Blog.

Gleiches gilt für Libellen. Auch diesen ist ein eigener Blog gewidmet.
Hier geht es zum Libellen-Blog.

Die verbleibenden „großen“ Insektenordnungen – Käfer, Hautflügler, Zweiflügler, Heuschrecken, Wanzen, Zikaden und Blattläuse – finden bis auf Weiteres in diesem Blog eine Heimat. Falls die Angelegenheit zu unübersichtlich werden sollte, bekommt möglicherweise die ein oder andere Insektenordnung einen eigenen Blog.

Noch eine Bitte an Experten: Da ich kein Fachmann bin, können gelegentlich falsche Zuordnungen vorkommen. In solchen Fällen bin ich – und alle Besucher dieses Blogs – für jede Korrektur dankbar.

*

***

Islam

Schlagwörter

,

Liebe Putzi,

du sagst: Muslime würden in Europa auch besser angesehen werden, wenn einheimische Bürger mehr über den Islam wissen würden.!

Ich sage: Das genaue Gegenteil ist der Fall – je mehr ich über den Islam erfahre, desto größer wird die Abneigung gegen Muslime, die nicht in der Lage sind, sich gegen eine archaische, intolerante, rückwärtsgewandte, menschenverachtende, lebensfeindliche Ideologie zur Wehr zu setzen.
Damit meine ich nicht Muslime als einzelne konkrete Personen, sondern die abstrakte Gesamtheit der Muslime.

Ich habe im Moment nicht die Zeit, dies näher auszuführen, werde dies aber nachholen.

In einem Punkt, der implizit in deinen Ausführungen steckt, bin ich aber deiner Meinung: Wenn man konkrete Menschen betrachtet, dann kann die Toleranz und die Akzeptanz durchaus zunehmen.

Man darf aber auf gar keinen Fall konkrete Menschen (die zum Teil extrem unter dem System leiden) verwechseln mit dem religiös-politischen Komplex Islam.

Um falschen Interpretationen vorzubeugen:
Das Christentum steht meiner Meinung nach kaum besser da. Würde man die Katholische Kirche frei gewähren lassen, dann wären wir in allerkürzester Zeit im alltiefsten geistigen Mittelalter. Wir haben das Glück in einer Gesellschaft zu leben, die sich in in jahrhundertelangen blutigen Auseinandersetzungen, die Millionen Menschenleben gefordert haben, vom religiösen Terror (halbwegs) befreit hat.

Und noch etwas:
Die Aussage
Wer weiß schon, dass Mohamed lehrte, Allah habe Frauen und Männer gleich erschaffen, mit gleiche Rechten und Pflichten? Wer weiß schon, dass eine der Pflichten ist, sich Bildung anzueignen?
ist – freundlich ausgedrückt – extrem naiv.
Wer weiß schon, was Mohammed sonst noch lehrte – und im krassen Gegensatz zu diesen zwei Sätzen steht?
Lies mal
Alice Schwarzer (Hrsg.): Die große Verschleierung: Für Integration, gegen Islamismus. Kiepenheuer & Witsch, 2010
ISBN 978-3462042634

Beste Grüße
Ronald

Kopftuch

Schlagwörter

, , , ,

Der Fall Carla Bruni

Es geht hier um die Frage, warum Muslime in unserer Gesellschaft ein sehr schlechtes Ansehen haben.

Es ist unstrittig, dass es hierfür sehr viele verschiedene Gründe gibt.

Putzi hat einen punktuellen Beitrag geliefert. Ihr Beitrag verstößt eindeutig gegen den Codex der Political Correctness.

Atmen wir erst mal tief durch und befreien wir uns doch mal für ein paar Minuten von der Zwangsjacke der Political Correctness.

Putzis Beitrag bezieht sich eindeutig auf die Frage, warum Muslime in unserer Gesellschaft ein sehr schlechtes Ansehen haben. Putzi gibt eine der klarsten Antworten, die auf diesem Blog zu finden sind. Sie bringt in der Ausdrucksweise und im Inhalt auf den Punkt, was Millionen ganz normale Menschen denken und gelegentlich auch zu sagen wagen.

Der Fall Carla Bruni macht auf hervorragende Weise deutlich, wie zwei völlig gegensätzliche Wertesysteme aufeinanderprallen und Konflikte mit explosiver Sprengkraft erzeugen.

Der Fall Carla Bruni entlarvt die frauenverachtende Ideologie und die perverse Sexualmoral, die unmittelbar in den Lehren des Islam stecken.

Bereits Mohammed forderte, dass Frauen sich nicht unverschleiert in der Öffentlichkeit zeigen dürfen. Für gläubige Muslime ist es eine religiöse Pflicht, dass Frauen ihr Haar nicht öffentlich zeigen. Gläubige Muslime ziehen eine radikale Trennlinie zwischen gläubigen, reinen Frauen – das sind die, die ihr Haar verhüllen – und allen anderen, den Unreinen, den Schlampen, den Huren …

Die Musliminnen, die – ob freiwillig oder gezwungen – ein Kopftuch tragen, markieren die Demarkationslinie: Hier sind die Reinen, die Gläubigen – dort sind die Unreinen, die Schlampen, die Huren.

Männer, denen diese Ideologie eingetrichtert wurde, befinden sich in einer perversen Situation. Muslime sind biologische Wesen, genau wie alle anderen Menschen auch. Männer, haben aus biologischen Gründen nicht nur Religion im Sinn, sondern auch Frauen. Das gilt insbesondere für junge Männer. Für gläubige (männliche) Moslems sind die verhüllten Frauen, die Reinen, die Gläubigen vorerst unerreichbar – die Unreinen, die Schlampen, die Huren sind verboten.

Carla Bruni ist eine attraktive Frau. Auch gläubige Muslime reagieren – wie jeder normale Mann – auf weibliche Attraktivität. Der fromme Moslem weiß natürlich, dass Carla Bruni für ihn unerreichbar und verboten ist (ebenso wie Tausende attraktive Frauen, die in der westlichen Welt frei herumlaufen). Er steht unter extremem sexuellem Druck und er kanalisiert seine sexuelle Frustration in Hass und Aggression und – nicht selten – in Gewalt.

Hier ist die islamische Sexualmoral unmittelbar die Ursache für explosive Konflikte!

Der Fall Carla Bruni macht deutlich, warum wir die Religion nicht ausblenden können und warum das islamische Kopftuch alles andere ist als ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück.

Ich freue mich, dass Putzi gerade dieses Beispiel gewählt hat.

Beste Grüße
Ronald

***

Kopftuch

Schlagwörter

, , , ,

Liebe Barbara,

Es werden ohne jegliche Sachkenntnisse völlig absurde Tabus errichtet (nur ein Stichwort: Intelligenz).

Das war Dein eigenes Zitat gegenüber Marianne und die obige Frage habe ich mir auch gestellt.
Und warum diese Unterstellung?

Hä? Ich habe mein eigenes Zitat mitkopiert, damit der Kontext klar ist. Das ist alles, mehr ist nicht! Von welcher Unterstellung redest du?


Du sagst weiter, dass sie wegen des Nicht-Kopftuchtragens von ihrer Glaubensgemeinschaft verurteilt wird.
Ja – exakt: DAS IST DER PUNKT!
Das hast du sehr schön herausgearbeitet! Danke!

Und hier mein Zitat:

Und zum Kopftuch: Die moderne Moslimin trägt längst kein Kopftuch mehr, höchstens in der Moschee, und wird dafür auch nicht von ihrer Glaubensgemeinschaft verurteilt. Natürlich spielt da ihr Umfeld eine große Rolle und ob sie in der Stadt, auf dem Land lebt und wie weltoffen die Familie ist. Ich will das hier keinesfalls verteidigen, sondern nur klarstellen.

Ich mag nicht, wenn mir die Worte im Munde herum gedreht werden.

Oh, sorry, da habe ich in der Tat einen schwerwiegenden Fehler begangen: Ich habe die Wörter „auch nicht“ überlesen. Da bitte ich um Entschuldigung!
Gleichwohl melde ich erhebliche Zweifel Gehalt dieser Aussage an.


Dabei spielt für mich keine Rolle, ob sie Präsidentengattin oder Putzfrau ist.

Vollste Übereinstimmung, liebe Barbara – für mich auch nicht.
Leider – oder besser: gottseidank – werden die Tausenden Beleidigungen gewöhnlicher Frauen nicht aktenkundig (ebenso wie die Tausenden Beleidigungen von Muslimen durch Deutsche).

Auch diese Diskriminierung Carla Brunis durch den Papst ist ein Unding …

Ich werde mich hoffentlich stets hüten, den Papst, die katholische Kirche, das Christentum oder irgendeine x-beliebige andere Religion als Entschuldigungsgrund anzuführen. Ich kann daher mit diesem Hinweis absolut nix anfangen.



Schade nur, dass bei diesem ganzen Eklat Sarah Aschtiani zu kurz kommt, die immer noch um ihr Leben bangen muss – eine Muslimin.

Von wessen Seite wird Sarah Aschtianis Leben bedroht?

Beste Grüße
Ronald

Argumentation

Schlagwörter

, , ,

Liebe Barbara,

(auch) in diesem Beitrag machst du die Einseitigkeit deiner Argumentation sehr deutlich.

Du sagst: „Ich habe ein Jahr in der Türkei gelebt und von der Abneigung gegen Juden wenig mitbekommen. Im Gegenteil. Israel wurde in der Türkei ein wichtiger Verhandlungspartner.

Ich war noch nie in der Türkei, aber auch mir haben schon zahlreiche Leute, die dort waren, über dieselben Pro-Hitler-Sprüche berichtet. Wenn du nichts davon mitbekommen hast, dann hast du einfach nur in einem anderen Umfeld gelebt. Du bist sehr schnell dabei, deine eigenen Erfahrungen zu generalisieren und anderen Generalisierungen vorzuwerfen (siehe weiter unten).
Dass Israel für die Türkei ein wichtiger Handelspartner ist, sagt etwas über Militär- und Wirtschaftspolitik – es sagt herzlich wenig über das Denken und die Weltbilder der Menschen.

Du sagst: „Und was Iran betrifft: Im 2. Weltkrieg haben Iraner Juden geholfen. Das ist geschichtlich belegt …

Sorry, es geht nicht um irgendwelche Dinge aus der Vergangenheit – es geht um die Gegenwart. Und die Gegenwart im Iran sieht ganz, ganz anders aus. Ahmadinedschad benutzt sogar die UNO Vollversammlung, um Hetze gegen die Juden zu betreiben. Ahmadinedschad ist ein zentraler Repräsentant derjenigen, die heute die Politik bestimmen. Die Machthaber schert es herzlich wenig, das im 2. Weltkrieg Iraner Juden geholfen haben.

Du sagst: „Auch darfst Du Äußerungen in der Türkei von einigen Leuten nicht allen Moslimen zur Last legen

Diese Aussage ist absolut inakzeptabel. Putzi hat das nicht im Entferntesten angedeutet und kein Mensch, der seine fünf Sinne beisammen hat, wird dies tun. Was soll also diese pauschalisierende Unterstellung?
Soll hier jeder jedem Satz eine Nicht-Pauschalisierungs-Klausel anfügen, in der er eidesstattlich versichert, dass mit einer Aussage über einige Muslime nicht alle Muslime gemeint sind? Minimale Grundkenntnisse der deutschen Sprache und der Logik reichen aus um zwischen einer, einige und alle zu differenzieren.

Beste Grüße
Ronald

***

Pauschalisierung

Schlagwörter

,

AN ALLE!

Da Barbra der Meinung ist, dies sei unbedingt erforderlich (siehe oben), gilt ab sofort und ohne Ausnahme: Wer auf diesem Blog einen Beitrag schreibt verpflichtet sich automatisch zur Einhaltung der Nicht-Pauschalisierungs-Klausel:

Der Schreiber versichert, dass mit einer Aussage über einige Muslime (Christen, Menschen, Religionen, Ostereier, Kühlschränke …) nicht alle Muslime (Christen, Menschen, Religionen, Ostereier, Kühlschränke …) gemeint sind. Er geht bei seinen Äußerungen davon aus, dass der Leser diese Verpflichtung anerkennt, dass der Leser minimale Grundkenntnisse der deutschen Sprache besitzt und dass der Leser in der Lage ist, zwischen einer, einige und alle zu differenzieren.
Auch bei einer laxen Formulierung gilt im Zweifelsfall die Nicht-Pauschalisierungs-Regel.
Beispiel: Die Aussage „Kühlschränke haben ein Kühlfach“ bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder einzelne Kühlschrank den es gibt, gab oder jemals geben wird, unbedingt auch ein Kühlfach haben muss. Diese laxe Formulierung lässt sogar zu, dass noch nicht einmal die Mehrzahl der Kühlschränke eine Kühlfach hat. Sie impliziert lediglich, dass zumindest so viele Kühlschränke ein Kühlfach haben, dass es sich lohnt, dies zu erwähnen. Die Zahl der Kühlschränke ohne Kühlfach kann damit auch sehr klein sein.

Der Schreiber ist damit von der Pflicht entbunden, die Nicht-Pauschalisierung in jedem einzelnen Satz explizit zu betonen.

Wo der Schreiber von der Nicht-Pauschalisierungs-Klausel abweicht, setzt er explizit einen entsprechenden Vermerk dazu.

Die Leser verpflichten sich im Gegenzug, keine Interpretationen zu unterstellen, die gegen die Nicht-Pauschalisierungs-Klausel verstoßen.

Wer wiederholt gegen diese Regeln verstößt, kann von der Teilnahme an der Diskussion ausgeschlossen werden.

Beste Grüße
Ronal

P.S.: Wenn ich dieses geschwollene Zeug hier lese, komme ich ins Grübeln, ob ich nicht doch besser Jurist geworden wäre oder ein Beamter, der sinnlose Formulare entwirft, oder Texter von Gebrauchsanweisungen, die garantiert kein Mensch versteht.

***

Islam-Tabu

Schlagwörter

, , , ,

G R U N D S Ä T Z L I C H E S (Teil 1)

Ich vermute, dass die folgende Feststellung weitgehend auf Zustimmung trifft:

Die Diskussion zu diesem Thema läuft über weite Strecken sehr unerfreulich.

Ich will nun ein paar grundsätzliche Dinge zur Diskussion stellen.
Wir können über die einzelnen Punkte diskutieren und ausloten, wo wir zu einem Konsens kommen und wo nicht.
Je nachdem wie die Antworten ausfallen, kann jeder für sich entscheiden, ob er sich weiterhin beteiligen will oder nicht (bzw. künftig in die Diskussion einsteigen will).
Damit das Ganze nicht gleich zu Anfang ausufert, stelle ich zunächst nur einen Punkt zur Debatte, weitere werden folgen.

Punkt 1: Kein Religions-Tabu!

Vorbemerkung:
Insbesondere Barbara hat mehrfach dafür plädiert, das Thema Islam (Religion) auszublenden und stattdessen über (konkrete) Menschen zu reden.
Mein Standpunkt:
Jegliche Diskussion über Muslime, die den Islam ausblendet, ist sinnlos.

Begründung:
Das Thema handelt explizit von Muslimen.
Was sind Muslime?
Moslem ist per Definition eine Person, die sich – unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität oder sonstigen Merkmalen – zu einer ganz bestimmten Religion bekennt, nämlich dem Islam. Bei (vielen) Muslimen ist die Religionszugehörigkeit ein zentraler Punkt ihres persönlichen Selbstbildes und viele Forderungen, die von Muslimen erhoben werden, werden ausdrücklich mit der Lehre und den Vorschriften des Islam begründet. Zahlreiche Lehren und Vorschriften des Islam stehen in krassem Gegensatz zu westlichen Werten und die Gegensätzlichkeit der konträren Wertesysteme sind (eine) zentrale Ursache für die Probleme, die Moslems mit westlichen Gesellschaften und westliche Gesellschaften mit Moslems haben.

Meine Forderung:
Das Thema Religion/Islam darf auf gar keinen Fall zum Tabu erklärt werden und es darf auch nicht zu einer Nebensache degradiert werden.

Beste Grüße
Ronald

***

Migranten

Schlagwörter

, , ,

Liebe Barbara,

du sagst (in verächtlichem Ton): „Chancengleichheit in Bildung und Beruf sind sowieso Bestand unserer großartigen Gesellschaft hier

Ich esse (fast) täglich in der Mensa der Uni Saarbrücken zu Mittag. Dort höre ich Tag für Tag viele verschiedene Sprachen und ich sehe zahlreiche Studenten, die aus dem Vorderen Orient stammen. Nicht nur in Saarbrücken gibt es eine große Zahl ausländischer Studenten und Studenten mit Migrationshintergrund.
Wie viele ausländische, insbesondere wie viele deutsche Studenten strömen eigentlich an die Universitäten in den muslimischen Staaten?

Du sagst (in verächtlichem Ton): „Beweist denn Hartz IV nicht, dass Deutschland sich um seine Bürger kümmert?

Wie viele hunderttausend Bürger mit Migrationshintergrund beziehen Hartz IV?
Stellen wir uns mal das folgende Angebot vor: Jeder dieser Hartz-IV-Bezieher darf auf Kosten der Bundesrepublik Deutschland in sein Heimatland zurückkehren und sich der dortigen Sozialleistungen erfreuen und er kriegt auch noch 1000 Euro Startgeld. Einzige Bedingung: Sämtliche Sozialleistungen aus Deutschland werden eingestellt.
Wie viele werden dieses Angebot annehmen?

Wie viele deutschstämmige Hartz-IV-Bezieher würden lieber in einem muslimischen Land leben, weil sie mit den hiesigen Hartz-IV-Sätzen nicht über die Runden kommen?

Wie viele Menschen aus islamischen Staaten würden alles darum geben nach Deutschland kommen zu können?
Wie viele Deutsche reißen sich darum, in muslimische Staaten auswandern zu können?

Es gibt auf dieser Erde knapp 200 Staaten. Nur ein kleiner Bruchteil hat ein annähernd so gutes Sozialsystem wie die Bundesrepublik Deutschland. – Deine Hartz-IV-Kritik ist in diesem Kontext blanker Hohn!

„Unsere politische Kultur ist nicht ideal, nicht perfekt und nicht vollkommen, aber die beste, die wir je hatten und um Lichtjahre besser als die politischen Kulturen in den Ländern, aus denen die Migranten kommen“ (Henryk M. Broder, Kritik der reinen Toleranz, Pantheon Verlag, 2009, S.197).

Beste Grüße
Ronald

***

Gene Rassismus

Schlagwörter

, , , ,

Liebe Barbara,

auf die emotionalen Komponenten deines Migranten-Blues will ich nicht eingehen.
Zahlreiche „Sach“-Aussagen halte ich für falsch und will wenigstens einem kleinen Teil davon widersprechen.

Du sagst: „Sarrazin mit seinen zum Teil rassistischen (auf Genen beruhenden) Ansichten hat Deutschland nicht einheitlich zu einem gemeinsamen, starken “Nein!” bewegt

Das ist – mit Verlaub – dummes Geschwätz. Alles Leben auf dieser Welt vom Einzeller über die Eintagsfliege bis zu Einstein existiert nur deshalb, weil alle Informationen zum Aufbau von Organismen von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Informationen stecken im Genom und es sind die Gene, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ohne Gene gibt es kein Leben auf dieser Erde – so einfach ist das!
Die Assoziation „Gene – Rassismus“ ist ein hirnloser Reflex, besonders beliebt bei Leuten, die zwar eine dezidierte politische Meinung haben, aber noch nicht mal die Grundbegriffe der Evolution und der Genetik kapiert haben.
Der Skandal an der Sarrazin-Debatte ist, dass Politiker aller Parteien, Journalisten und Meinungsführer massenweise die allersimpelsten biologischen Tatsachen abgestritten und die Themen Intelligenz, Erblichkeit, Gene, Rasse zu Tabu-Zonen erklärt haben.
Wer die Grundkonzepte der Evolution und der Erblichkeit verstanden hat, ist von den Ergebnissen der Forschung fasziniert.
Nur Dummköpfe, die keinerlei Sachkenntnisse dafür aber die absurdesten Vorstellungen im Kopf haben, regen sich über biologische Tatsachen auf.
Es ist eine Schande, dass in unserer hoch gebildeten Gesellschaft die Masse der Leute – auch in den allerhöchsten Schichten – noch nicht mal die einfachsten biologischen Konzepte und Befunde kennen.

Du sagst: „… er [Sarrazin] schürt Panik, ohne Lösungsvorschläge zu machen

Uuups! Hast du das Buch Deutschland schafft sich ab wirklich gelesen? Das Buch enthält eine lange Reihe von ganz konkreten Vorschlägen. Würdest du diese Vorschläge ohne ideologische Brille lesen, würdest du bestimmt nicht alle, aber doch einige (nicht wenige) davon gutheißen.

… Weitere Anmerkungen im nächsten Beitrag.

Beste Grüße
Ronald

***

Fitness

Schlagwörter

, ,

Liebe Claudia,

du sagst: Woran das liegt? In der von Dir angesprochenen Darwinschen Natur des Menschen. Das Recht des Stärkeren.

Ja, hier steckt einer der Gründe, warum ich viel lieber Bücher über die Darwinsche Evolutionstheorie verlegen würde. „Das Recht des Stärkeren“ wird zwar von Laien immer und immer wieder als die Essenz der Evolutionstheorie zitiert – das ist aber schlicht und einfach Unsinn. Ich hatte schon mal in einer Antwort auf Putzi darauf hingewiesen, dass „Fitness“ nicht „Stärke“ bedeutet und dass „Fitness“ erst recht nicht „Körperkraft“ bedeutet. Das Konzept „Fitness“ haben nur wenige überhaupt verstanden, sonst könnten nicht ständig solche grotesken Zerrbilder kursieren. Fitness kann auch durch Kooperation und Fürsorge entstehen – und bei vielen, vielen Organismen tragen solche Faktoren sehr viel mehr zur Fitness bei als Stärke. Die Fähigkeit, soziale Verbände zu schließen, die Fähigkeit zur Kooperation, die Fähigkeit zu lieben, die Fähigkeit zum Denken, die Empfänglichkeit für religiöse Empfindungen, die Fähigkeit zur kulturellen Weitergabe von Fertigkeiten … und … und … und … all das sind Produkte der Evolution!
Die Zerrbilder, die über die Evolutionstheorie verbreitet werden, sind einfach nur dumm.

Da kommen mir unweigerlich die „Weihnachtsschokoladenhohlkörper“ und die „Jahresendfigur mit Flügeln“ der Ex-DDR in den Sinn. Kopulation ohne Eindringen, sozusagen

Hier weiß ich ehrlich gesagt nicht so recht, wie das gemeint ist. Ich kann bei einem Weihnachtsoratorium sehr wohl unterscheiden zwischen der Musik – die mir gefällt – und der Religion – die ich für Unsinn halte. Musik spricht völlig andere Gehirnfunktionen an als Religion. Kerzenlicht in dunkler Weihnachtszeit „wärmt alle Menschenherzen“, ganz gleich ob sie irgendetwas glauben oder nicht. Menschen sind Sehtiere und Sehtiere lieben Licht, ganz besonders dann, wenn es in der Natur dunkel und kalt ist. Dass die christliche Kirche Weihnachtsoratorien in Auftrag gegeben hat und Kerzenlicht symbolisch nutzt, entwertet weder die Schönheit der Musik noch den Zauber des Kerzenscheins. Die Kirche hat damit aber kein Monopol erworben. Die Freude an der Musik und am Kerzenlicht steht allen Menschen offen.

Wenn ich nicht mit dem Selbstverständnis der Heiligen Schrift mit dem Muslim den Dialog suche, will ich mich auch nicht Christ nennen.

Hier weiß ich überhaupt nicht, was gemeint ist. Ich persönlich – das ist wohl unmissverständlich klar geworden – nenne mich ganz gewiss NICHT Christ.

Vorweihnachtliche Grüße
Ronald

***

Kopftuch

Schlagwörter

, , , ,

Liebe Putzi,

ich empfehle, den Wortlaut noch mal genau zur Kenntnis zu nehmen:
Wer das islamische Kopftuch wie ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück behandelt …

Falls jemand den Clou der Sache nicht so recht versteht:

Meine Aussage „Wer das islamische Kopftuch wie ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück behandelt …“ bezieht sich auf diejenigen, die über das Kopftuchtragen reden. Das ist eine ganz andere Personengruppe, als diejenigen, die ein Kopftuch tragen (auch wenn Kopftuchträgerinnen gelegentlich selbst über das Kopftuchtragen reden).

Mein Buchtipp für politisch korrekte Toleranz-Träumer bezog sich eindeutig nicht auf die Kopftuchträgerinnen, sondern auf diejenigen, die über das Kopftuch reden und „das islamische Kopftuch wie ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück behandeln“.

Es gibt Millionen Kopftuchträgerinnen und es gibt Millionen Gründe für das Kopftuchtragen.

Ich bezweifle nicht, dass sich Millionen Frauen „mit Stolz zum Islam bekennen“.

Ich bezweifle aber, dass sich die wandelnden Särge, die unter dem Taliban-Regime die Straßen Afghanistans bevölkerten (sofern sie überhaupt aus dem häuslichen Gefängnis entweichen konnten), allesamt mit Stolz zum Islam bekannten.
Ich bezweifle, dass sich sämtliche Kopftuchträgerinnen in der islamischen Welt mit Stolz zum Islam bekennen.
Ich bezweifle, dass sich alle Kopftuchträgerinnen, die sich auf deutschen Straßen bewegen, mit Stolz zum Islam bekennen.

Und ich bezweifle, dass sich die Frauen, die zum Kopftuchtragen gezwungen werden, über die „Unterstützung“ durch unsere politisch korrekten Toleranz-Träumer freuen. Es gibt gewiss zahlreiche Muslime, die sich durch unsere kritiklose Anbiederung an fundamentalistische Forderungen und unseren willigen Verzicht auf demokratische Freiheitsrechte im Stich gelassen fühlen.

Um es klipp und klar zu sagen: Wer das islamische Kopftuch wie ein ganz gewöhnliches Kleidungsstück behandelt, verhöhnt Millionen Opfer.

Beste Grüße
Ronald

***

Islam

Schlagwörter

, , ,

Liebe Barbara,

deinen Aussagen muss ich scharf widersprechen.

1. Die beliebte Erklärung German Angst ist völlig unpassend. Es geht doch gar nicht um ein deutsches Problem. Seit Jahren beobachten wir überall in der westlichen Welt massive Probleme mit Muslimen, die zudem ständig zunehmen. Schau einfach mal nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, nach Spanien, nach Frankreich, nach Holland, nach Dänemark, nach Schweden … und … und … und … Es ist absurd, das Thema auf „die Deutschen“ abzuschieben. In Deutschland hat man allenfalls die Probleme noch länger unter den Teppich gekehrt als in anderen Ländern und überall Tabus, Tabus, Tabus, Tabus aufgebaut. Kein Wunder, dass dann irgendwann die Emotionen umso stärker hochkochen.

2. Meine beiden Aussagen – Religionen im Wesentlichen in Männerhand und Frauen als Frauenunterdrücker – passen keineswegs wie die Faust aufs Auge. Es ist ein lange bekanntes Phänomen, dass in repressiven Gesellschaften die Unterdrückten in ganz besonderer Weise dafür sorgen, dass auch andere Unterdrückte die gleichen Leiden erfahren. In den islamischen Gesellschaften sind es auch und ganz besonders die Frauen, die darüber wachen, dass ihre Töchter, Enkelinnen und Nichten die repressiven Regeln befolgen.

3. Die Forderung Wollen wir hier nicht über MENSCHEN sprechen? ist völlig sinnlos, wenn dabei Religion und politische Praxis ausgeklammert werden. Soll sich dieser Blog darin erschöpfen, Beispiele für gute, brave, anständige, mutige, bewundernswerte … Muslime aufzulisten? Dann lautet meine Antwort: Sorry, zum Gähnen langweilig!
Du fragst weiter oben „Warum wurde der Islam plötzlich zum Feindbild?“ und „Mich interessiert einzig und allein die Tatsache, warum Muslime in der europäischen – sprich hier in der deutschen Gesellschaft – kein großes Ansehen haben, welche Ursachen sich dahinter verbergen“ – Kein Mensch bezweifelt, dass die allermeisten Muslime völlig problemlos sind und dass die allermeisten Muslime auch viele positive Eigenschaften haben. Probleme entstehen aber nicht (unmittelbar) durch die positiven Eigenschaften. Wer die Ursachen von Problemen verstehen will, muss in allererster Linie über negative Eigenschaften reden.

Viele Menschen in diesem Lande – und in vielen anderen Ländern – haben es satt, immer nur zu hören: „Es gibt gar keine Probleme – alles ist gut“.

Beste Grüße
Ronald

***

Iraner-Argument

Schlagwörter

, , , ,

Lieber Josef,

ich habe ja bereits auf einige „Anti-Sarrazin-Argumente“ geantwortet. Ich wollte mir gerade ein weiteres Argument aussuchen. Als ich Liste von oben nach unten durchlas, ist mir etwas aufgefallen, das ich bislang völlig übersehen habe.

In zwei Beiträgen hatte ich auf das folgende Argument geantwortet
Zwar hätten nur 7,8 % der türkischstämmigen Migranten das Abitur.
Hingegen habe jeder dritte Zuwanderer aus dem Iran, Afghanistan und dem Irak Abitur. 15,2 % der iranischen, afghanischen und irakischen Zuwanderer hätten einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, während es bei der Gesamtbevölkerung nur 11,3 Prozent seien.

Nun ist mir aufgefallen:

Etwas weiter unten in der Liste steht:
Er [gemeint ist Martin Spiwak in der ZEIT] wies darauf hin, dass die schulisch leistungsschwächsten Migranten aus dem christlichen Italien kämen, Iraner akademisch überdurchschnittlich erfolgreich seien und allgemein keine kausale Verbindung zwischen Religion und Bildungsdefiziten nachgewiesen werde.

Und noch weiter unten steht:
Ferner kritisiert die Zeitung [gemeint ist die Welt am Sonntag] ein selektives Herauspicken von Statistiken, weil zwar türkische Schüler nur in 7 % der Fälle mit Abitur abschlössen (dt. Durchschnitt: 17 %), aber dafür die Quote aus afghanischen, iranischen und pakistanischen Schülern 30 % sei.

Fällt dir etwas auf?

In der Anti-Sarrazin-Liste, die ja die ohnehin nicht sehr umfangreich ist, kommt das „Iraner-Argument“ gleich dreimal vor. Und in allen drei Fällen präsentieren die Autoren einfach nur ein paar Prozentzahlen ohne überhaupt zu hinterfragen, wie die Befunde zu erklären sind. Hier wird ein dummes Argument durch alle Medien gezogen, der eine schreibt einfach nur vom anderen ab – und keiner macht sich irgendwelche Gedanken. Ein dummes Argument wird aber nicht dadurch besser, dass man es immer und überall kritiklos nachplappert.

Es spricht auch nicht gerade für die Anti-Sarrazin-Liste, dass dort ein und dasselbe Argument gleich dreimal aus dem Hut gezaubert wird. Streicht man die Wiederholungen, dann wird die Liste noch dünner.

Um das Wichtigste noch einmal ganz klar zu sagen: Das „Iraner-Argument“ ist kein Argument gegen Sarrrazin. Ganz im Gegenteil: Es passt hervorragend in die Argumentationslinie Sarrazins.

Die Journalisten, die dieses Argument so eifrig verbreiten, sind entweder selbst nicht in der Lage, dies zu erkennen, oder sie wollen ihre Leserschaft für dumm verkaufen.

Beste Grüße
Ronald

***

Intelligenzunterschiede

Schlagwörter

, , , , , , , ,

Liebe Barbara,

du selbst hast Sarrazin wieder ins Spiel gebracht – und du hattest nicht mehr zu bieten als „Rassist! Rassist!“.

Schön, dass du Elisabeth Stern zitierst. Du solltest mal die wissenschaftlichen Arbeiten von Elisabeth Stern im Original lesen und mit Sarrazins Aussagen vergleichen. Dann wirst du staunen! Dass Frau Stern sich bemüht, in der Öffentlichkeit politisch korrekt zu erscheinen und einige Pseudoeinwände vorbringt, ist ihre persönliche Sache (Pseudoeinwände sage ich deshalb, weil sie überhaupt nicht im Widerspuch zu Sarrazins Thesen stehen).

Die immer wieder zitierte Aussage „Genetische Unterschiede, die die Intelligenzleistung beeinflussen können, sind innerhalb einer Bevölkerungsgruppe wesentlich stärker ausgeprägt als zwischen Gruppen“ ist schlicht und ergreifend eine Unverschämtheit – das ist überhaupt kein Argument gegen die Existenz von Gruppen-Unterschieden. Dieses dumme Geschwätz kann man Leuten vormachen, die keinerlei Ahnung von Statistik und Effektstärken haben. Ich werde darauf in Kürze noch mal ausführlich eingehen. Die Sachverhalte sind so einfach, dass sie eigentlich jeder halbwegs gebildete Laie begreifen muss. Diese elende Verdummung ist wirklich unerträglich. Wer auch nur ein Semester Statistik gehört hat, ist entsetzt über diesen Schwachsinn! Und wer einen Funken Verstand besitzt und einen Moment über diese Aussage nachdenkt, wird dies auch ohne Statistik-Kenntnisse erkennen. Wohlgemerkt: Die Aussage ist keineswegs falsch – sie hat aber keinerlei Auswirkung auf die Frage, ob es Unterschiede zwischen Gruppen gibt und wie groß diese Unterschiede sind. Und sie beinhaltet erst recht keine Auswirkung auf die Frage, wie sich Gruppen-Unterschiede im sozialen Leben auswirken.

Für alle, die das nicht ohnehin schon kapiert haben, ein paar einfache Merksätze:
Es gibt Intelligenzunterschiede innerhalb von Gruppen – Punkt!
Es gibt Intelligenzunterschiede zwischen Gruppen – Punkt!
Es ist absolut trivial, dass die Unterschiede innerhalb der Gruppen größer sind als zwischen den Gruppen – Punkt!
Das ändert aber überhaupt nichts daran, dass es Gruppen-Unterschiede in der Intelligenz gibt – Punkt!
Und es ändert überhaupt nicht daran, dass Gruppen-Unterschiede in der Intelligenz ganz erhebliche soziale Auswirkungen haben – Punkt!
Das immer wieder zitierte Argument ist schlicht und ergreifen Volksverdummung – Punkt!

Beste Grüße
Ronald

***

Erwiderung

Schlagwörter

,

Liebe Claudia,

ich habe eine längere Passage aus deinem Beitrag zitiert und nahezu strukturgleich die andere Seite der Medaille verdeutlicht. Das ist meine Intention, nicht mehr und nicht weniger. Ebenso wie du die eine Seite herausstreichst, kann ich die andere Seite herausstreichen. Wir befinden uns hier in der Rubrik „Diskussion“. Diskussionen bestehen darin, dass Argumente und Gegenargumente ausgetauscht werden.

Auf deine Frage zu den Weihnachtsgeschichten muss ich wohl nicht ernsthaft eingehen – oder? Ich kann durchaus unterscheiden zwischen Literatur und Religion und ich kann durchaus unterscheiden zwischen den gesellschaftspolitischen Effekten von Weihnachtsgeschichten den gesellschaftspolitischen Effekten von und „Heiligen“ Schriften.

Ich würde selbstverständlich neunhunderneunundneunzigtausend Mal lieber anspruchsvolle Bücher – zum Beispiel zur Evolutionstheorie – verlegen als Weihnachtsbücher – leider habe ich weder geeignete Autoren noch Zugang zur interessierten Leserschaft.
(Immerhin habe ich selbst zwei Bücher geschrieben, in denen die Evolutionspsychologie dargestellt wird.*)

Ich bin im Übrigen überhaupt nicht der Meinung, Religionen sollten geächtet werden. Ich bin aber strikt dafür, dass der Einfluss von Religionen stark, stark eingedämmt und dass Religionsausübung auf den privaten Bereich beschränkt wird („privat“ wäre in diesem Fall auch der Kirchen- oder Moschee-Besuch und Ähnliches).

Ich wünsche einen wunderschönen Herbstsonntag
Ronald

* Hier die zugehörigen Literaturangaben:
Ronald Henss (1992). „Spieglein, Spieglein an der Wand …“ Geschlecht, Alter und physische Attraktivität. München: Psychologie Verlags Union.
Ronald Henss (1998). Gesicht und Persönlichkeitseindruck. Göttingen: Hogrefe Verlag.
Beide Bücher sind seit Langem vergriffen, aber über Universitätsbibliotheken leicht erhältlich. Beides sind zwar wissenschaftliche Bücher, sie sind aber über weite Strecken auch für gebildete Laien verständlich.

***

Erwiderungen

Schlagwörter

Liebe Barbara,

hier ein paar Erwiderungen.

Du sagst: „Nun der letzte Kreuzzug war der des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, der sich deutlich darin äußerte, einen christlichen Feldzug gegen den Irak zu führen.“

Sorry, aber absurder geht es wirklich kaum! Dass George W. Bush nebenbei auch ein bornierter Christ ist, macht den Irakkrieg wahrlich nicht zu einem Religionskrieg.

Du sagst: „Josef hatte des Öfteren den Kabarettisten Rether zitiert, den ich übrigens sehr schätze und wie ich ersehen konnte, Du weniger.“

Sorry, soweit ich mir erinnere habe ich an keiner einzigen Stelle etwas über den Kabarettisten Rether gesagt – oder? Ich habe von ideologisch verquirlter Journalisten- und Kabarettisten-Pampe gesprochen. Das impliziert nichts, aber auch gar nichts über den Kabarettisten Rether.

Du sagst: „Wir dürfen hier nicht mit westlichen Maßstäben messen.“

Sorry, ich messe mit meinen Maßstäben, die in der Tat westlich geprägt sind. Ich bemühe mich so weit wie möglich um Vernunft und Tatsachen. Und ich versuche so weit wie möglich irreale Wunschphantasien auszublenden.

Du sagst: „Woher ich mein Wissen beziehe? Aus der Praxis. Ich habe unter Muslimen gelebt und habe da einen sehr friedlichen Islam kennengelernt.“

Du beklagst ja selbst, dass Muslime ein sehr schlechtes Ansehen haben und fragst nach den Ursachen. Ich kenne dein soziales Umfeld nicht, aber ich bin sicher: die Ursachen sind nicht in deinem Umfeld zu suchen.
Daraus folgt jedoch nicht, dass es keine gut begründeten Ursachen gibt.
Jedermann weiß: Es gibt Probleme!
Wenn eine Diskussion überhaupt Sinn machen soll, dann müssen wir über real existierende Probleme sprechen und nicht über irgendein persönliches soziales Umfeld, in dem diese Probleme gar keine Rolle spielen.
Genau hier liegt der Punkt der mich maßlos ärgert: Kaum jemand hat den Mut, zu den wirklich relevanten Problemen Stellung zu beziehen. Stattdessen werden wir von allen Seiten mit einer unerträglichen Harmoniesoße übergossen. Das ist es, was auch andere Menschen wütend macht. Wütend gegen die Politik, wütend gegen die Medien, wütend gegen Verbandsvertreter, wütend gegen Meinungsführer, wütend gegen die politisch korrekte Toleranz, die Kritik ausschließlich dann akzeptiert, wenn sie gegen westliche Werte gerichtet ist.
Ich habe nicht Satz für Satz nachgezählt, aber ich vermute, dass ich hier viel mehr Kritik an unserer eigenen Gesellschaft, den Verharmlosungs-Ritualen, dem Duckmäusertum, der Selbstverleugnung und der Selbstaufgabe geübt habe als an Muslimen. Erst in den letzten Beiträgen habe ich versucht, wenigstens einen winzigen Teil der realen Probleme anzusprechen. Ansonsten kamen lediglich von Putzi ein paar kritische Anmerkungen zu eigentlichen Kernproblemen.

Beste Grüße
Ronald

***

Diskussionsstil

Schlagwörter

, ,

Ich habe nichts prinzipiell gegen Gefühle – aber in einer DISKUSSION geht es um Argumente.

Ich finde es unerhört, wenn zum Beispiel Josef – ohne das Buch gelesen zu haben – Sarrazin als Dummschwätzer beschimpft (und anschließend durch seine eigenen Beiträge demonstriert, dass er selbst nicht die allergeringste Ahnung von den Methoden und den Ergebnissen der Intelligenzforschung hat).
Ich finde es noch unerhörter, wenn Barbara einfach nur plump „Rassist, Rassist!“ schreit. Das ist die Allzweckwaffe derjenigen, die keine sachlichen Argumente vorbringen können. Mit diesem Etikett wird der Andere zum Unmenschen erklärt, der nur noch Ekel und Verachtung verdient und mit dem man auf keinen Fall mehr reden darf.
Ich finde es erschreckend, wenn Leute nicht mal über minimale Kenntnisse der Naturwissenschaften verfügen und bar jeglicher Sachkenntnis dummes Zeug reden – zum Beispiel so tun, als seien Gene das Werk des Teufels, oder wie du – weiter oben – meinen, Bildung habe nichts mit Intelligenz zu tun.
Ich finde es ärgerlich, wenn immer und immer wieder Dinge unterstellt werden, die kein Mensch behauptet hat. Das ist eine Frage des Argumentationsstils und der geistigen Disziplin – und in dieser Hinsicht ist es erschreckend schlecht bestellt.

Ich bemühe mich, so weit es geht meinen Verstand zu benutzen und ich wehre mich entschieden gegen die Verbreitung von offenkundig dummen Aussagen und ich wehre mich gegen Verharmlosungen, Verniedlichungen, Vertuschungen und Einseitigkeiten.

Um zum Anfang zurückzukommen: Ich habe nichts gegen Gefühle; die gehören aber in eine andere Rubrik – zum Beispiel in Geschichten oder Gedichte. Ich habe das Buch „antastbar“ gemacht, weil ich es gut und lesenswert finde. Dieses Buch gehört in die Rubrik Belletristik. Über Belletristik wird man anders reden als über Sachthemen.

Beste Grüße
Ronald

P.S.:
Von Anfang an machst Du hier jeden nieder, dessen Meinung Dir nicht passt.
Ich mache nicht jemanden nieder, weil mir dessen Meinung nicht passt, sondern weil er – sachlich betrachtet – dummes Zeug redet.
Mag sein, dass ich hin und wieder über das Ziel hinausschieße, aber in aller Regel sage ich klipp und klar, was ich falsch finde und nicht selten liefere ich eine Begründung oder gebe weiterführende Hinweise.

***

Diffamierung

Schlagwörter

,

Liebe Barbara,

dein Hinweis auf die Kreuzzüge und die Kolonialisierung ist ausgesprochen seltsam. Ich selbst habe im Satz unmittelbar davor davon gesprochen. Mit welcher Brille liest du?

Wenn du den Beitrag von Josef als Meinungsäußerung interpretierst – was soll ich dazu sagen?

Wenn man mit voller Absicht Sachverhalte verzerrt, um damit andere Personen in übelster negativer Weise darzustellen, dann nennt man das im Allgemeinen Verhetzung oder Diffamierung.

Gibt es Diffamierung in deinen Augen nur dann, wenn die Diffamierten Muslime sind?
(Diese Frage ist bewusst sehr polemisch – aber nicht annähernd so unverschämt wie der Beitrag von Josef.)

Hexenverbrennung liegt meines Wissens schon ein paar Tage zurück und meines Wissens hat es seither bei uns Zeiten der Aufklärung und der Demokratisierung gegeben. Dem Islam – das sagen auch sehr viele Muslime – fehlt bis heute genau das: Aufklärung und Demokratisierung.
Und genau hier liegt eine ganz zentrale Ursache für die Probleme, die Muslime mit anderen Gesellschaften und andere Gesellschaften mit den Muslimen haben.

Du fragst: „Glaubst Du nicht, dass auch Du hier etwas pauschalisierst? Woher nimmst Du dieses Wissen?
Nun: Ich lese Bücher – darunter übrigens auch Bücher von Muslimen (unter anderem von Hamed Abdel-Samad, dessen Namen du ja noch nicht gehört hattest). Aber ich vermute, dass du diese Art von Büchern nicht liest und auch nicht lesen willst. Wenn du in Frage stellst, dass Gewaltsame Eroberung zur Verbreitung des einzig richtigen Glaubens … seit der Geburtsstunde auf der Tagesordnung des Islam steht, dann frage ich mich, woher du dein Wissen beziehst.

Du selbst hast gesagt: „Mich interessiert einzig und allein die Tatsache, warum Muslime in der europäischen – sprich hier in der deutschen Gesellschaft – kein großes Ansehen haben, welche Ursachen sich dahinter verbergen“
Aber du versuchst jeden Erklärungsansatz abzublocken und die Diskussion auf mustergültige Einzelfälle einzuschränken. Einzelfälle erklären überhaupt nichts, wenn es um die Frage nach Ursachen der zahlreichen Probleme geht. Die Ursachen von Problemen liegen nicht darin, dass alle Menschen nur gute Eigenschaften haben! Wer über Probleme reden will, muss über negative Eigenschaften sprechen. Andernfalls können wir das Ganze wirklich sein lassen.
Tag für Tag erklären und Politiker, Journalisten und Meinungsführer „Alles ist gut, alles ist gut, alles ist gut, alles ist gut …“ Wir brauchen keinen Blog, der dieses politisch korrekte Mantra bis in alle Ewigkeit fortschreibt.
Wir brauchen Aufklärung und keine Verklärung!

Beste Grüße
Ronald

***

Biedermann und die Brandstifter

Schlagwörter

, , , ,

Biedermann und die Brandstifter

So, nun habe ich den Biedermann wieder-gelesen. Ich habe dazu gut eine halbe Stunde gebraucht (wenn man den Biedermann zum ersten Mal liest, sollte man sich allerdings deutlich mehr Zeit nehmen).

In meiner Uraltausgabe von 1966 (wir haben den Biedermann damals in der Schule gelesen) steht im Klappentext:
Frischs Stück ist die Geschichte des Bürgers Gottlieb Biedermann, der die Brandstifter in sein Haus lässt, um von ihnen – verzweifelte Hoffnung opportunistischer Bonhomie – verschont zu werden. Das Stück entlarvt präzise eine Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft.
„Opportunistische Bonhomie“ müsste man heutzutage wohl mit „politisch korrektes Gutmenschentum“ übersetzen.

Hier ein paar Worte des Gottlieb Biedermann im Schnelldurchgang:

Wenn man jedermann für einen Brandstifter hält, wo führt das denn hin? Man muss auch ein bisschen Vertrauen haben, Babette, ein bisschen Vertrauen –

… kurz und gut, meine Herren, ich habe es satt. Ihr mit euren Brandstiftern! … Kann man eigentlich nichts andres mehr reden heutzutag? … Wenn wir jeden Menschen, ausgenommen uns selbst, für einen Brandstifter halten, wie soll es jemals besser werden? Ein bisschen Vertrauen, Herrgottnochmal, muss man schon haben, ein bisschen guten Willen. Nicht immer nur das Böse sehen. Herrgottnochmal! Ein bisschen Vertrauen, ein bisschen … Ich kann nicht Angst haben die ganze Zeit!

Wenn ich sie anzeige, die beiden Gesellen, dann weiß ich, dass ich sie zu meinen Feinden mache. Was hast du davon! Ein Streichholz genügt, und unser Haus steht in Flammen. Was hast du davon? Wenn ich hinaufgehe und sie einlade – sofern sie meine Einladung annehmen … Sind wir eben Freunde. –

Sind wir denn heutzutage nicht alle, ob arm ob reich, Geschöpft eines gleichen Schöpfers? … Ich rede nicht für Gleichmacherei … aber warum reichen wir uns nicht einfach die Hand? Ein bisschen guten Willen, Herrgottnochmal, ein bisschen Idealismus, ein bisschen – und wir alle hätten unsere Ruhe und unseren Frieden … meinen Sie nicht?

Brauchen! Was heißt brauchen? Was wir brauchen, das ist Menschlichkeit, Brüderlichkeit?

Wie die Geschichte des Herrn Biedermann ausgeht, wissen wir – oder wir sollten es unbedingt wissen!

Wenn sich heutzutage der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin für die Abschaffung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit stark machen, wenn die SPD Parteimitglieder ausschließt, weil die allersimpelsten naturwissenschaftlichen Tatsachen nicht mit dem Weltbild der SPD vereinbar sind, wenn … wenn … wenn …
… dann sind wir wohl schon in dem Stadium, in dem Biedermann bereitwillig hilft, die Zündschnur an die Benzinfässer anzulegen.

Beste Grüße
Ronald

***

Wettbewerb Limericks

Wettbewerb: Haarige Limericks

Hiermit möchte ich den Wettbewerb „Haarige Limericks“ ins Leben rufen.

Was kann man dabei gewinnen?
* Zunächst mal Spaß beim Dichten
* Wenn’s klappt: Eine Veröffentlichung in einem Limerick-Band

Wer darf teilnehmen?
* Jeder

Einsendeschluss?
Vorerst noch offen. Hängt von der Anzahl und der Qualität der Beiträge (und eventuellen Publikationsmöglichkeiten) ab. Falls es eine Einsendefrist geben sollte, wird dies rechtzeitig in diesem Thread bekanntgegeben.

Was ist überhaupt ein „Haariger Limerick“?

Antwort Teil 1
Ein „Haariger Limerick“ ist ein Limerick, in dem das Thema „Haar“ eine wesentliche Rolle spielt. Ein paar Stichwörter: Haare, Haarfarbe, blond, rothaarig, Haarausfall, Glatze, Perücke, Toupet, Frisur, Friseur, Bart, Rasur, Locken, Zöpfe, Dauerwellen, Haarfetischismus, Hirsutismus …

Antwort Teil 2
Ein „Haariger Limerick“ ist natürlich ein Limerick.
Offenbar gibt es keine eindeutig unumstößlich festgelegte Definition von „Limerick“, sondern unterschiedliche Varianten.
Für diesen Wettbewerb legen wir Folgendes fest.
1. Der Limerick besitzt das Reimschema aabba (dies ist unbedingt erforderlich).
2. Die a-Zeilen besitzen jeweils gleich viele Hebungen. Die b-Zeilen besitzen untereinander ebenfalls gleich viele Hebungen. Bei den b-Zeilen ist die Zahl der Hebungen geringer als bei den a-Zeilen (unverzichtbar).
3. Die erste Zeile endet mit einem Orts-, Städte- oder Ländernamen oder der Bezeichnung einer Region (unverzichtbar).
4. Die erste Zeile enthält ein Typensubstantiv (Mann, Frau, Knabe, Ritter, Taugenichts …) und (nicht unbedingt) ein Adjektiv (lebenslustig, alt, müde, nymphoman …). (Typensubstantiv und Adjektiv können auch erst in der zweiten Zeile auftauchen. Ein Typensubstantiv ist unverzichtbar.)
5. Im Idealfall sollten die ersten vier Zeilen die Person mit charakteristischen Eigenschaften und Handlungen beschreiben – und die letzte Zeile sollte eine mehr oder weniger witzige Pointe enthalten, die sich aus dem zuvor Gesagten ergibt.
6. Eine altertümelnde Sprache ist durchaus erwünscht (aber nicht notwendig); leichte Holprigkeiten dürfen durchaus auftreten.

Formalien
Die Limericks tragen keine ausgefeilten Überschriften; als Überschrift wird einfach „Limerick“ gewählt. Wenn ein und derselbe Autor mehrere Limericks einstellt, dann sollten diese mit „Limerick I“, „Limerick II“, „Limerick III“, „Limerick IV“ … benannt werden.
Unter der Überschrift steht das Copyright-Zeichen © und der Name des Autors.
Dann folgt eine Leerzeile.
Und dann die 5 Zeilen des Limericks.
Sämtliche Beiträge sollen einfach im aktuellen Thread unten drangehängt werden.
Für jeden Limerick jeweils einen neuen Beitrag anfügen.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel

Haariger Limerick X
© Ronald Henss

Ein junger Mann aus Winterthur
rieb kräftig ein die Haartinktur
mit viel Genuss
von Kopf bis Fuß.
Doch wuchs das Haar am Hintern nur.

*

Der Wettbewerb ist (schon lange) abgeschlossen.
Das Buch, das aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist:
Hundert haarige Limericks
Hundert haarige Limericks
Herausgegeben von Ronald Henss
Illustrationen von Günter Bender
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-939937-06-7

 
*

Stichwörter:
Buch, Schreibwettbewerb, Mauertstücke, Berliner Mauer, Mauerbau, Mauerfall, Kurzgeschichte

Wie viele Libellenarten gibt es eigentlich?

Schlagwörter

, , ,

Wie viele Libellenarten gibt es eigentlich?

Libellen – Odonata – Libellenkunde – Artenzahl – Artenvielfalt – Großlibellen – Kleinlibellen – Insekten – Zygoptera – Anisoptera – Libellen Deutschlands – deutsche Libellen – deutsche Libellenarten

Im biologischen Klassifikationssystem bilden die Libellen – wissenschaftlicher Name: Odonata – eine Ordnung innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta). Sie gehören zu den größten und damit auffälligsten Insekten und sicherlich auch zu den schönsten und interessantesten.

In diesem Beitrag geht es um die Frage: Wie viele Libellenarten gibt es eigentlich?

In meiner reichlich betagten Ausgabe „Zoologie“ von Rüdiger Wehner und Walter Gehring (Ausgabe von 1990) findet sich die Zahl 4.700.
Dieselbe Zahl, also 4.700, findet sich auch im deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag „Libellen“ (Stand Juli 2010). In diesem Wikipedia-Eintrag wird allerdings auch berichtet, dass es etwa 2.600 Arten von Kleinlibellen (Zygoptera) und etwa 2.500 Arten von Großlibellen (Anisoptera) gibt. Da kann offenkundig was nicht stimmen!
Im „Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe“ von Klaas-Douwe B. Dijkstra und Richard Lewington (Ausgabe 2006) ist von mehr als 2.700 Klein- und mehr als 2.900 Großlibellenarten die Rede. Zusammen also mehr als 5.600 Arten.
Auf der Website “Odonata“ von John W.H. Trueman und Richard J. Rowe ist von rund 6.500 Arten (und mehr als 600 Gattungen) die Rede.
Auf der Website „World Odonata List“ findet sich eine Liste aller bekannten Libellenarten. Diese Liste wird offenbar von Zeit zu Zeit aktualisiert, so dass sie wohl eine recht valide Auskunft über die tatsächliche – besser: die aktuell erfasste – Artenzahl gibt. Ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht, die Einträge in dieser Liste zu zählen. Falls jemand die Zahl kennt, würde ich mich über eine kurze Mitteilung freuen.

Vor dem Hintergrund, dass es weltweit mehrere Tausend Libellenarten gibt, wird ein Blick auf Europa sicherlich überraschen. In Europa finden sich laut Dijkstra/Lewington (2006) nur etwa 120 Arten, das sind weniger als 2 Prozent der aktuell bekannten Arten! Und wenn man sich auf Deutschland beschränkt, wird die Sache noch übersichtlicher. In Deutschland finden sich etwa 80 verschiedene Libellenarten.

Wer sich als Deutscher mit den heimischen Libellenarten befassen möchte, hat also ein erfreulich überschaubares Spektrum vor sich. So kann auch ein Anfänger (wie ich) relativ rasch einen Überblick über die heimischen Arten gewinnen.

Quellen
Dijkstra, K.-D. B. & Lewington, R. (2006). Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe. British Wildlife Publishing.
Trueman, John W. H. and Richard J. Rowe. 2009. Odonata. Dragonflies and damselflies.Version 16 October 2009. http://tolweb.org/Odonata/8266/2009.10.16 in The Tree of Life Web Project, http://tolweb.org/
Wehner, R. & Gehring, W. (2007). Zoologie. Stuttgart: Thieme. (neuere, nicht die zitierte Auflage).
Wikipedia.-Eintrag: Libellen
World Odonata List (Stand 1. August 2010)

***

Was machen Libellen eigentlich im Winter?

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , ,

Gemeine Winterlibelle - Sympecma fusca

Gemeine Winterlibelle – Sympecma fusca

Was machen Libellen eigentlich im Winter?

Libellen – Odonata – Libellenkunde – Winterlibelle – Sympecma fusca – Sympecma paedisca – Winter – Überwinterung – Ei – Larve – Imago – Entwicklung – Lebenszyklus – Deutschland

Am 27. Juli 2010 bin ich der abgebildeten Libelle begegnet. Das war an der Hecke, die den Parkplatz des Dudweiler Hallenbads vom Uferrand des Sulzbachs trennt, unmittelbar am Rand der St. Avolder Straße auf der Sulzbachseite. Schon beim Fotografieren war mir klar: diese Libellenart ist mir zuvor noch nicht begegnet. Ich hatte auch einen bestimmten Verdacht. Zu Hause habe ich gleich in meinem Dijkstra/Lewington nachgeschaut und konnte meine Vermutung eindeutig bestätigen: es handelt sich um eine Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca).
Der Name Winterlibelle wirft eine Frage auf, die sich vielleicht mancher schon gestellt hat: Was machen Libellen eigentlich im Winter?

Zur Beantwortung dieser Frage muss man den Lebenszyklus berücksichtigen. Der Lebenszyklus der Libelle umfasst im Wesentlichen drei Stadien: Ei → Larve → Libelle (= Imago = ausgewachsenes Tier).

Einige Libellenarten überwintern im Ei-Stadium.
Die Larven leben im Wasser. Das Larvenstadium umfasst in der Regel ein oder zwei, bei einigen Arten sogar noch mehr Jahre. Die meisten Libellenarten befinden sich in der Winterzeit im Larvenstadium.
Die erwachsenen Tiere (Libellen im eigentlichen Sinne) leben an Land und in der Luft. Ihre Lebensdauer erstreckt sich bei den allermeisten Arten nur über wenige Wochen. Und dieses kurze Erwachsenenstadium fällt – je nach Art – in die Zeit von Frühling bis Herbst. Eine Ausnahme (in Deutschland) bilden die Winterlibellen.

Die Winterlibellen gehören zur Familie der Teichjungfern (Lestidae). In Deutschland gibt es zwei Arten, nämlich die Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca) und die Sibirische Winterlibelle (Sympecma paedisca). Letztere kommt allerdings nur im südlichen Baden-Württemberg und im südlichen Bayern vor. Anders als alle anderen in Deutschland vorkommenden Arten überwintert die Winterlibelle als erwachsenes Tier (Imago). Während die anderen Libellenarten nur wenige Wochen im Erwachsenenstadium leben, dauert dieses bei der Winterlibelle viele Monate.

Übrigens:
Hier gibt es eine Antwort auf die Frage → Was machen Schmetterlinge im Winter?

*

Schreibwettbewerb Mauerstücke

Schlagwörter

, , , , , ,

Wettbewerb „Mauerstücke“

Erinnerungsgeschichten

Wir diskutieren über Tibet und betrachten die Grenze zum Gaza-Streifen auf dem Bildschirm, empören uns über Missverständnisse und Gewalt in aller Welt. Dass sich noch vor zwanzig Jahren eine unerbittliche Grenze durch Deutschland und vor unseren eigenen Fenstern mitten durch die Straßen Berlins zog, scheint erschreckend vergessen. Eine Mauer, die Familien und Nachbarn jahrzehntelang trennte, die auf der einen Seite zur Leinwand für Künstler wurde und auf der anderen zur tödlichen Falle. Blumentöpfe hingen daran, und nur durch wenige Zentimeter Beton davon getrennt jaulten Kettenhunde, fuhren bewaffnete Soldaten Streife. Auf beiden Seiten richtete man seinen Alltag im Schatten des Stacheldrahts ein. Heute haben Kinder keine oder nur eine verzerrte Vorstellung von jener Zeit – sie wirkt wie ein fernes Schauermärchen. Es ist ja auch unbegreiflich: einerseits, dass es diese Mauer geben konnte, andererseits, dass sie friedlich fiel.

Die Berliner Autorinnen und Rezitatorinnen Bettina Buske, Claudia Sperlich und die Autorin Patricia Koelle suchen in Zusammenarbeit mit dem Dr. Ronald Henss Verlag Geschichten aus der Zeit vor, während und nach jenen Tagen, als Deutschlands Hälften sich durch die Mauer hindurch wieder fanden und mehr oder weniger erstaunt ins Gesicht sahen. Gesucht werden keine politischen Plädoyers, sondern die kleinen, ganz persönlichen Geschichten, die diese Zeit so groß machten. Wie war es, mit der Mauer zu leben, hüben wie drüben – und wie, als sie plötzlich zu Krümeln der Erinnerung wurde, die die Menschen in ihren Taschen fort trugen und ins Regal legten, auf dass niemand vergessen sollte, was war?

Holen Sie sie hervor, die Betonstückchen oder was immer an Erinnerungsstücken blieb, nehmen Sie sie in die Hand und erzählen Sie Ihre Geschichten!

Dem erstplatzierten Text winkt ein Preisgeld von 100,00 €. Angestrebt wird eine Veröffentlichung der besten Texte in einer Anthologie zum Herbst 2009, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall

Die Texte müssen unveröffentlicht sein und sollten eine Länge von 12.000 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten. Bitte Name, Adresse und E-Mail angeben! Mehrere Einsendungen sind erlaubt. Mit der Einsendung erklärt der Autor, alleiniger Urheber und im Besitz aller Rechte zu sein.

*

Der Wettbewerb ist (schon lange) abgeschlossen.
Das Buch, das aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist:
Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten
Bettina Buske und Patricia Koelle (Hrsg.)
Mauerstücke
Erinnerungsgeschichten
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-939937-08-1
180 Seiten
30 Farbfotos
Vorwort Walter Momper (Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses)
Geleitwort André Schmitz (Kulturstaatssekretär von Berlin)

 
*

Stichwörter:
Buch, Schreibwettbewerb, Mauertstücke, Berliner Mauer, Mauerbau, Mauerfall, Kurzgeschichte